Klagenfurt: Defi-Schulung für ZEIT:RAUM-Bewohner unter Beisein des ORF und der Kleinen Zeitung.

Die Bewohner der Wohnhausanlage „ZEIT:RAUM“ in der Schmelzhüttenstraße 21 und 23 erlebten am Donnerstag, den 5. Juli 2018 eine Premiere. Zum ersten Mal wurden in Kärnten Wohnungseigentümer und -mieter auf die Verwendung eines „Laien-Defibrillators“ und damit zu potentiellen Lebensrettern ausgebildet. Die zweistündige fachgerechte Unterweisung erfolgte durch eine Notfallsanitäterin des Roten Kreuzes Kärnten. ZEIT:RAUM – errichtet vom Klagenfurter Immobilienunternehmen Puaschitz – ist derzeit das einzige Mehrfamilienwohnprojekt in Kärnten, in dem zwei zugängliche Defibrillatoren eingerichtet sind.

 

In Österreich sterben jedes Jahr rund 4.000 Menschen außerhalb von Krankenhäusern durch plötzlichen Herztod. Mit jährlich insgesamt rund 12.000 Fällen gilt der plötzliche Herztod als häufigste Todesursache in Österreich im öffentlichen Raum. Kommt in einer solchen Situation ein Defi zum Einsatz erhöhen sich die Überlebenschancen der Patienten deutlich. Dabei zählt buchstäblich jede Minute, denn die Überlebenswahrscheinlichkeit sinkt pro Minute um ca. 10%. Ohne Defi überleben in Österreich derzeit weniger als 5 von 100 Patienten das sogenannte „tödliche Kammerflimmern“.

 

•     Lebensrettung durch Laien per Knopfdruck

In der zweistündigen Einschulung demonstrierte Elke Puaschitz, Notfallsanitäterin b

eim Kärntner Roten Kreuz, den richtigen Einsatz des Defi und versuchte den Teilnehmern vor allem auch die Angst vor dem Lebensrettungsgerät zu nehmen: „Das Komplizierteste am Defibrillator ist das Wort selbst. Laien-Defis sind kleine, kompakte Geräte, die an den Patienten mittels Elektroden angeschlossen werden und automatisch ermitteln, ob ein Energieimpuls notwendig ist oder nicht. Wenn ja, kann jeder Laie durch Knopfdruck den Impuls abgeben und damit Leben retten.“

 

•     Defis für Wohnungserrichter Standardausrüstung

Für Dr. Marc Brabant, kaufmännischer Leiter von Puaschitz, war die Aufstellung der Defibrillatoren im Wohnprojekt ZEIT:RAUM naheliegend. „Wir versuchen bei unseren Wohnanlagen immer wieder neue Maßstäbe im Sinne unserer Wohnungseigentümer und -mieter zu setzen. Die verfügbaren Defis haben wir mittlerweile in die Planung unserer zukünftigen Projekte standardmäßig integriert.“

 

•     Defi-Programm soll Überlebenschance erhöhen

Das Rote Kreuz möchte mit seinem neuen Defi-Programm dafür sorgen, dass das Überleben bei Kreislaufstillständen im öffentlichen Raum wahrscheinlicher und das Leben danach lebenswerter wird. Je schneller Hilfe erfolgt, desto höher sind die Überlebenschancen und desto geringer die Folgeschäden.

 

•     Defis via GPS mit Rettung verbunden

Ein in das Gerät integriertes GPS sendet der Rettungsleitstelle außerdem immer die aktue

llen Standortdaten des Gerätes, so dass die Rettungskräfte direkt zum eingesetzten Gerät dirigiert werden können, auch dann, wenn es von der Säule entfernt wird. Ein weiterer Vorteil der GPS-Datenübertragung ist die gleichzeitige Diebstahlsicherung der Geräte. Sollte ein Gerät missbräuchlich entwendet werden, wird von der Rettungsleitstelle automatisch die Polizei verständigt. Der Defi ist für den Betreiber praktisch wartungsfrei, da das Gerät automatisch mit Philips kommuniziert und etwaige Wartungsarbeiten selbständig meldet.

 

•     200 öffentliche Defis in Kärnten angepeilt

Die Standorte der Defis werden außerdem in der Rettungsleitstelle hinterlegt, so dass es in Zukunft möglich ist, bei Notfällen im öffentlichen Raum darauf hinzuweisen, dass in unmittelbarer Umgebung des Notfalles ein Defi zur Verfügung steht. Derzeit sind etwa 50 öffentlich zugängliche Geräte in das Leitstellensystem eingepflegt. Mit diesem Projekt soll diese Zahl vervierfacht werden. Für den Vertrieb ist die Kärntner Firma Cardio Angel Austria verantwortlich. Das notwendige technische Knowhow liefert hierbei die Firma Philips medicassist.

 

•     Rückfragehinweis:

Bauträger Puaschitz

Dr. MMag. Marc Brabant, kaufmännischer Leiter

Tel: +43  664 8873 9318

E-Mail: marc.brabant@bfp.at

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dasMedienwerk.at / Christian Pohler 2018